"Alte Musik im Weilburger Schloss" e.V.

"Die Jahreszeiten" v. Haydn Foto: Reinhard Langschied

 

„Alte Musik im Weilburger Schloss“ e.V.

 

Das Wissen um die Aufführungspraxis und den Instrumentenbau früherer Musikepochen war lange Zeit fast vollständig in Vergessenheit geraten. Die Alte Musik im Weilburger Schloss e.V. bringt altbekannte und neu entdeckte Musikliteratur aus verschiedenen Epochen mit Originalinstrumenten und Nachbauten zur Aufführung. Das Besondere daran liegt in der größeren Transparenz des Klanges und vermehrter Leichtigkeit bei zurückgenommener Lautstärke zugunsten einer Intensivierung der Klangfarben.

 

       Seit 1992 finden in der barocken Residenzstadt Weilburg Konzerte zur Alten Musik mit international renommierten Künstlern statt. Aber auch jugendliche, höchst talentierte Musiker bekommen  hier immer wieder ein Forum zur Darstellung ihres so oft außergewöhnlichen Könnens.


1992 rief die Dekanatskantorin Doris Hagel zusammen mit dem Lautenisten Lutz Kirchhof die Konzertreihe »Alte Musik im Weilburger Schloss« ins Leben. Die Schlosskirche Weilburg, nicht nur Ort der Einkehr, Sammlung und sakraler Nutzung, regte dazu an, denn sie stellt einen der schönsten barocken Konzersäle Deutschlands mit ihrer samtweichen Akustik dar.

 

Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock aus dem europäischen Raum zur Aufführung zu bringen war die Intention der Vereinsgründung. Seitdem findet manch eine kompositorische Rarität ihr Podium, viele hoch spezialisierte Musiker und Ensembles konnten in der Weilburger Schlosskirche schon erlebt werden, besondere historische Musikinstrumente, Spielweisen und Stimmungssysteme wurden in facettenreichen Konzertprogrammen vorgestellt. In jeder Saison mit 7 Konzerten gestaltet darüber hinaus die Weilburger Schlosskirchenkantorei Oratorien und geistliche Chorliteratur in Zusammenarbeit mit international renommierten Solisten und der Capella Weilburgensis.

 

Im Jahre 2004 wurde in Zusammenarbeit mit dem Günter Hänssler Verlag Profil-Medien und der Stadt Weilburg an der Lahn eine Label-Reihe »Alte Musik im Weilburger Schloss« ins Leben gerufen. Die weltweit erste und von der Kritik hoch gelobte Einspielung des »Requiem« von Antonin Dvorák auf romantischen Instrumenten erschien in Verbindung mit den »Vier ernste Gesänge« von Johannes Brahms, interpretiert von Klaus Mertens. 2008 fand die Einspielung auf CD des Oratoriums „Paulus“ op. 36 von Felix Mendelssohn Bartholdy statt. Im Jahr 2010 erschien die CD „Konzertarien und Ouvertüren“ von Wolfgang Amadeus Mozart, mit Klaus Mertens (Bariton) und der Capella Weilburgensis. Die jüngste Einspielung ist die des „Elias“ op. 70 von Felix Mendelssohn Bartholdy mit den Solisten Christine Wolff, Britta Schwarz, Markus Schäfer und Klaus Mertens, der Kantorei der Schlosskirche und der Capella Weilburgensis auf klassischen Instrumenten. Am 13. November 2005 wurde anläßlich der Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Todestag I.K.H. Adolf Großherzog von Luxemburg und Herzog zu Nassau das „Requiem“ von Antonin Dvořák zur Aufführung gebracht und auch bei Hänssler Profil Medien aufgenommen. (Weitere CD-Aufnahmen unter dem Reiter „Diskografie“)

Doris Hagel

Doris Hagel absolvierte ihr Kirchenmusikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Neben ihrer Tätigkeit als Kantorin an der Mainzer Christuskirche studierte sie am Mozarteum in Salzburg bei Nikolaus Harnoncourt historische Aufführungspraxis und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Musikwissenschaften, Philosophie und Kunstgeschichte. Eine spezielle Gesangsausbildung bei Ralph Daniel Mangelsdorff, einem Schüler von Richard Levitt (Schola Cantorum Basiliensis) schloß sich an.

Seit 1986 wirkt sie als Kantorin an der Weilburger Schlosskirche und als Dekanatskantorin in Weilburg. Solistisch trat Doris Hagel u.a. im Scheremetjew-Palais in St. Petersburg mit einem Mendelssohn-Liederabend und mit Schumann-Liedern im Fürstensaal des Marburger Schlosses und in Nieder-Weisel auf.

Die Kantorei der Schlosskirche Weilburg

Die Kantorei der Schlosskirche steht in einer langen kirchenmusikalischen Tradition. Sie gestaltet die Kirchenmusiken zu den großen Festen des Kirchenjahres und mehrere große Konzerte im Jahr gemeinsam mit renommierten Solisten und den Orchestern „Capella Weilburgensis“ und „L’arpa festante“ München. Auf dem Programm steht die große Oratorienliteratur von Claudio Monteverdi über Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart bis zu Joseph Haydn,  Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms. Die Interpretationen sind den Reaktionen der Presse nach „von hoher, manchmal geradezu exemplarischer Qualität“.

Chorreisen führten nach Prag, Paris und London. In Rom fand u.a. die Aufführung des „Saulus“ von G.F. Händel großen Anklang und  in der Philharmonie St. Petersburg wurde nach langer Zeit des Stalinismus und des Verbots des Christentums eine erste Wiederaufführung des „Paulus“ von Mendelssohn erstmals wieder dargeboten. Weitere Gastspiele führten nach Dresden an die Frauenkirche zu einer gemeinsamen Aufführung mit der Kantorei der Dresdener Frauenkirche mit dem Oratorium „The Dream of Gerontius“ von Edward Elgar und einem weiteren Auftritt mit selten aufgeführten Werken von Nikolaus Bruhns.

 

Die Capella Weilburgensis ist ein Spezialistenensemble für Alte Musik, dessen Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet und den Nachbarländern kommen. Das Ensemble musiziert ausschließlich auf Instrumenten der jeweiligen Epoche und deren Nachbauten. Die Musiker sind ausgebildet in historischer Aufführungspraxis. So ist die Capella Weilburgensis kein fest installiertes Ensemble, sondern die Musiker des Ensembles werden eigens für jede Aufführung auf die besonderen Bedürfnisse der jeweiligen musikalischen Epoche hin von Doris Hagel eingeladen. Das Orchester besteht seit 1992 und gestaltet gemeinsam mit renommierten Solisten und der Kantorei der Schlosskirche die großen Aufführungen in der Weilburger Schlosskirche. Auf dem Programm stehen nicht nur die große Oratorienliteratur und Werke in kammermusikalischen Besetzungen, es werden auch symphonische Werke mit der Capella Weilburgensis in der Weilburger Schlosskirche zur Aufführung gebracht.

 

Die „Alte Musik im Weilburger Schloss e.V.“ lebt durch das Engagement der Sponsoren und der Mitglieder des Fördervereins. Das hohe Niveau mit internationalen Künstlern kann nur durch kulturelle Förderer gewährleistet werden. Daher unsere herzliche Bitte an Sie: Unterstützen Sie die „Alte Musik im Weilburger Schloss e.V.“ entweder durch Ihren Besuch der Darbietungen, durch Spenden, durch Ihre Mitgliedschaft im Förderverein oder durch Ihre Patenschaft! Empfehlen Sie unsere Konzerte weiter an Freunde und Interessierte.

 

 

 

 

Kontakt:  Alte Musik im Weilburger Schloss e.V.

Doris Hagel - Im Kohlgarten 15

35781 Weilburg an der Lahn

Tel. 06471/41 40 4 

Fax: 06471/41010
e-mail: d.hagel@t-online.de
www.alte-musik-weilburg.de

 

 

 

 

Beitrags- und Spendenkonto:  KSK Weilburg

Konto: DE57 5115 1919 0101 4631 56